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Top Schöne Geschichte eines alten Sarotti Schildes mit dem Bär

Zum Frischfunde Archiv dieses alte Emailschild von Sarotti. Es stammt von einem ehemaligen Mitarbeiter der 40 Jahre bei Nestle gearbeitet hat. Noch hergestellt bevor die Geschichte des Entwurfs siehe unten mit den drei Sarotti Magieren zutraff.

In den letzten, unruhigen Tagen des Jahres 1918 saß der gefeierte Reklamekünstler Julius Gipkens in seinem Berliner Atelier. Die Straßen der Hauptstadt waren grau und vom Krieg gezeichnet. Doch auf seinem Zeichenbrett hielt Gipkens bereits eine ganz andere, süßere Welt fest. Er tüftelte an einem neuen Markenzeichen für die Schokoladenfabrik Sarotti.Die Idee für die Form des „Sarotti-Mohren“ fand Gipkens in der lebendigen Atmosphäre der Berliner Mohrenstraße, wo sich einst die Wurzeln des Unternehmens befanden. Inspiriert von der Exotik des Orients und dem kolonialen Zeitgeist jener Epoche, entwarf er eine Figur, die das pure Gegenteil der tristen Nachkriegszeit darstellte: einen kleinen, eleganten Mann. Gipkens zeichnete ihn mit einem kunstvoll gewickelten Turban, weiten Pluderhosen und edlen Schnabelschuhen. Seine Hautfarbe wählte er tief schokoladenbraun – eine direkte Hommage an das süße Gold, das die Herzen der Menschen höherschlagen ließ. Das Markenzeichen, das Sarotti im August 1918 anmeldete und 1922 fest ins Markenregister eintragen ließ, zeigte die Figur schwungvoll mit einem Tablett in der Hand.Mit seinem Entwurf schuf Gipkens weit mehr als nur ein Firmenlogo. Er erfand einen magischen Begleiter, der als „magischer Bote“ verzauberte und über Jahrzehnte hinweg die Menschen in die Welt der Schokolade entführte. Der kleine Mann wurde zu einem der bekanntesten Markenzeichen der deutschen Werbegeschichte und verließ als elegante Ikone später sogar die Verpackungen, um als detailreiche Porzellanfigur in den Wohnzimmern der Genießer zu stehen.